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Hitze in Büroräumen – Kann die Miete gemindert werden?

Hitze in Büroräumen – Kann die Miete gemindert werden? © CC0 - Daniel Nanescu - splitshire.com
Hitze macht im Sommer vielen Menschen zu schaffen – insbesondere, wenn sie dabei arbeiten müssen. Können Gewerberaummieter die Miete mindern, wenn es im Büro zu heiß wird?

Wann kann Miete wegen Hitze im Büro gemindert werden?

Will ein Gewerbemieter seine Miete mindern, weil die Temperaturen im Raum zu hoch sind, ist das nur möglich, wenn er die Innen- und Außentemperatur genau angibt. Denn laut Oberlandesgericht Düsseldorf (Aktenzeichen I-24 U 197/18) entscheidet das Verhältnis zwischen Innen- und Außentemperatur, ob ein Mietmangel vorliegt.

30 Grad im Büro – Mietmangel?

Eine Überhitzung von Büroräumen aufgrund von Sonneneinstrahlungen auf bis zu 30 Grad Raumtemperatur stellt noch keinen Mietmangel dar, entschied das Oberlandesgericht Frankfurt/Main (Aktenzeichen 2 U 106/06). Geklagt hatte eine Gewerbemieterin, deren Büros sich direkt unter einem Glasdach befanden und sich im Sommer aufgrund der Sonneneinstrahlung auf bis zu 30 Grad Innentemperatur aufheizten. Die Mieterin wollte daraufhin die Miete mindern, da sie die Büros in dieser Zeit nicht vertragsgemäß nutzen könne. Zu Unrecht, entschied das Oberlandesgericht Frankfurt/Main. Eine sommerliche Hitze stelle ein allgemeines Lebensrisiko dar, dass den vertragsgemäßen Gebrauch der Büroräume nicht beeinträchtige. Bei einem Bau mit großen Glasscheiben müsse man mit einer großen Hitze rechnen. Der Vermieter sei nicht dazu verpflichtet den Bürobetrieb zu garantieren. Der Mieter sei angehalten entsprechende Abhilfemaßnahmen zu schaffen, wie etwa eine Klimaanlage einzubauen.

Über 35 Grad im Büro – Mietvertrag kann gekündigt werden!

Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf (Aktenzeichen 24 U 194/96) kann ein Gewerberaummieter bei Innentemperaturen von mehr als 35 Grad seinen Mietvertrag kündigen. Er muss keine Gesundheitsgefährdung aufgrund der Hitze hinnehmen.

ruegge

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