Logo Fachanwaltssuche
Von Experten beraten.
Rechtsgebiet z.B. Arbeitsrecht
Ortz.B. Köln, 50968

Klassische Irrtümer im Mietrecht

Klassische Irrtümer im Mietrecht © mko - topopt
Ob es um die Mietkaution, die Nachmieterregelung oder die Mieterhöhung geht- in den Köpfen von Mietern und Vermietern halten sich seit Jahren hartnäckig einige Mietrechts-Irrtümer! Hier die häufigsten Fehleinschätzungen …

Drei Nachmieter zu stellen beendet das Mietverhältnis

Der wohl häufigste Irrtum, der vorwiegend bei Mietern vorherrscht, ist der Glaube, man könne durch das Stellen von drei Nachmietern schnell aus dem Mietvertrag raus kommen. Auch das ist falsch! Nur wenn es eine sogenannte Nachmieterklausel im Mietvertrag gibt, muss der Vermieter einen Nachmieter akzeptieren.

Mieterhöhung „mitteilen“

Ein Irrtum der sich bei Vermietern hält ist, die Auffassung, es reiche dem Mieter mitzuteilen, dass sich die monatliche Miete erhöht. Das ist nicht richtig! Der Mieter muss zur Zustimmung zur Mieterhöhung im Mieterhöhungsverlangen aufgefordert werden. Eine einseitige Anordnung des Vermieters ist nicht rechtswirksam.

Vermieter behält Ersatzschlüssel

Viele Vermieter erachten es als selbstverständlich, einen Ersatzschlüssel zur Mietwohnung zu behalten. Das ist nicht in Ordnung! Der Mieter muss dem Vermieter keinen Ersatzschlüssel für die vermietet Wohnung überlassen, entschied das Amtsgericht Köln (Aktenzeichen 217 C 483/93). Betritt der Vermieter ohne die Zustimmung des Mieters mit Hilfe eines Ersatzschlüssels die Mietwohnung, begeht er Hausfriedensbruch und riskiert eine Anzeige.

Kein Winterdienst bei Urlaub oder Krankheit

Viele Mieter denken, dass sie ihrer Räumpflicht im Winter bei Urlaub oder Krankheit nicht mehr nachkommen müssen. Das ist falsch! Krankheit und auch urlaubsbedingte Abwesenheit entbinden den Mieter nicht von seiner vertraglich übernommenen Räumpflicht. Der Mieter muss für diese Umstände einen Ersatz beschaffen, der seine Räumpflicht übernimmt.

Deko im Treppenhaus erlaubt

Für viele Mieter gehört das Treppenhaus im Mehrfamilienhaus irgendwie mit zur Wohnung und sie beziehen es mit Garderobe, Dekoration und wild gemusterten Fussmatten mit in ihren Wohnbereich ein. Nicht erlaubt, sagt das Amtsgericht Münster (Aktenzeichen 38 C 1858/08). Große Blumengestecke oder Deko hat im Treppenhaus nichts zu suchen und geht über den vertragsgemäßen Gebrauch der Mietwohnung hinaus.

Miete mit Kaution verrechnen

Am Ende eines Mietverhältnisses sind viele Mieter der Ansicht, dass die letzte Mietzahlung mit der Mietkaution verrechnet werden könne und zahlen für den letzten Monate keine Miete mehr. Das ist nicht erlaubt! Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (Aktenzeichen 2 W 10/04) stellt klar: Eine Verrechnung der Miete mit der Kaution ist nicht möglich, da es für den Mieter noch nicht sicher sein kann, ob er überhaupt einen Anspruch auf Rückzahlung der Kaution hat. Möglicherweise muss der Vermieter diese auch für andere Forderungen aus dem Mietverhältnis nutzen. Aufgerechnet werden kann aber nur mit fälligen Ansprüchen.

War dieser Beitrag für Sie hilfreich?

Eigene Bewertung abgeben:
Bisher abgegebene Bewertungen:
0.0 / 5 (0 Bewertungen)
Das könnte Sie interessieren
Fehlbuchungen oder Zahlungsschwierigkeiten – es gibt viele Gründe warum die Miete nicht pünktlich auf dem Konto des Vermieters verbucht wird. Stellt sich heraus, dass der Mieter in Zahlungsschwierigkeiten ist, sollten Vermieter genau wissen was es jetzt zu tun gilt.
4.0 / 5 (1 Bewertungen)
Miet- und Wohnungseigentumsrecht , 27.03.2017 (Update 11.09.2018)
Mietvertrag: Vorsicht bei allgemeinen Klauseln zu Schönheitsreparaturen! © CC0 - Daniel Nanescu - splitshire.com
Bei der formularmäßigen Übertragung von Schönheitsreparaturen in Mietverträgen ist Vorsicht geboten. So entschied der Bundesgerichtshof jüngst, dass eine solche Übertragung auch bei einer Renovierungsvereinbarung zwischen Mieter und Vormieter unwirksam sein kann.
Mieter sollten im zwischenmenschlichen Umgang mit ihrem Vermieter vorsichtig sein. Beleidigungen und üble Nachrede können dazu führen, dass der Vermieter das Mietverhältnis fristlos kündigen kann. Dies zeigen die nachfolgenden Urteile deutscher Gerichte.
4.0 / 5 (1 Bewertungen)
Rechte und Pflichten von Untermietern © topopt
Ob es der beruflich bedingte Ortswechsel oder die Trennung vom Partner ist: Mieter dürfen ihre Mietwohnung an andere Mitbewohner untervermieten. Voraussetzung ist allerdings, dass der Vermieter der Untervermietung zu stimmt. Anderenfalls kann dem Mieter die fristlose Kündigung seines Mietverhältnisses ins Haus flattern. Aber auch der Vermieter muss aufpassen – unberechtigte Verweigerung einer Zustimmung zur Untermiete kann zu Schadensersatzforderungen der Mieter führen!
5.0 / 5 (1 Bewertungen)
Miet- und Wohnungseigentumsrecht , 06.02.2018 (Update 06.02.2018)
Miete: Nebenkostenabrechnung zum Jahresanfang! © topopt
Viele Mieter erhalten in wenigen Wochen wieder die alljährliche Nebenkostenabrechnung und damit auch die Aufforderung zum Teil hohe Nachzahlungen zu leisten. Das führt nicht selten zum Streit zwischen Mieter und Vermieter. Hier einige Tipps, auf was Mieter bei der Nebenkostenabrechnung unbedingt achten sollten.
5.0 / 5 (1 Bewertungen)
Rechtsanwalt Nima Armin Daryai Daryai & Kuo Rechtsanwälte GbR
In einem Urteil vom 11.06.2014 hat sich der Bundesgerichtshof mit der nicht seltenen Frage beschäftigt, wann Mietern ein Recht zur Untervermietung zusteht und welche Folgen eine Verweigerung der Erlaubnis zur Untervermietung hat, wenn der Vermieter eigentlich zur Erteilung der Erlaubnis verpflichtet war.
4.5 / 5 (2 Bewertungen)
Mieterhöhung, Einbau von Rauchmeldern oder Kündigung wegen Geldnot - die Streitigkeiten zwischen Vermieter und Mieter haben auch im Jahr 2015 einige interessante Gerichtsentscheidungen hervorgebracht.
4.0 / 5 (1 Bewertungen)
Schlüsselfragen im Mietrecht © topopt
Wann muss der Vermieter dem Mieter den Schlüssel für seine angemietete Wohnung übergeben? Darf der Vermieter einen Zweitschlüssel behalten? Darf der Mieter das Türschloss wechseln? Wer trägt die Kosten beim Schlüsselverlust?
4.333333333333333 / 5 (3 Bewertungen)
Rechtsanwalt Nima Armin Daryai Daryai & Kuo Rechtsanwälte GbR
Nicht ganz selten werden durch Vermieter bei Mietbeginn die Vorauszahlungen auf Betriebs- und Heizkosten viel zu niedrig angesetzt. Auf diese Weise soll die Miete als besonders niedrig erscheinen und die Attraktivität des Mietobjekts erhöht werden (so genanntes „Lockvogelangebot“). Noch immer wird häufig durch Mietinteressenten die Angemessenheit der Vorauszahlungen nicht geprüft.
Ein Mieter, der zum wiederholten Mal seine Miete wenige Tage später als vertraglich vereinbart zahlt, muss mit einer Kündigung seines Mietverhältnisses rechnen.
Rechtsanwalt Anton Bernhard Hilbert Kanzlei Hilbert & Simon
Gelegentlich "vergisst" der Vermieter, den Kautionsbetrag des Mieters auf einem getrennten Sparbuch anzulegen. Die Folgen sind nicht schlimm, wie sich aus einer Entscheidung des Landgerichts Waldshut-Tiengen ergibt.
5.0 / 5 (1 Bewertungen)
Suchen in Rechsbeiträgen
Teilnehmer
Fachanwältin Katharina von Morstein
Fachanwältin für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Lange Straße 126
76530 Baden-Baden
Fachanwalt Jens Trurnit
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Lange Str. 22
71332 Waiblingen
Fachanwalt Thomas Wagner
Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Heckenweg 14
28844 Weyhe
Fachanwältin Verena Graf-van Geldern
Fachanwältin für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Nohlstraße 57
46045 Oberhausen
Fachanwalt Mathias Müller
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Münchner Straße 34
01187 Dresden
Fachanwalt Klaus-Ingo Wittich
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Pirckheimer Straße 68
90408 Nürnberg
Fachanwalt Frank Drenhaus
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Neumarkt 1
45879 Gelsenkirchen
Fachanwalt Cnud Hanken
Fachanwalt für Familienrecht
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Wallstraße 3
26409 Wittmund
Fachanwältin Almuth Welzel
Fachanwältin für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Untere Bahnhofstraße 38a
82110 Germering
Fachanwalt Frank Baranowski
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht und
Fachanwalt für Familienrecht
Sandstraße 160 (Kaisergarten)
57072 Siegen
Fachanwalt Michael Heinz
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Ebertallee 1
22607 Hamburg
Fachanwalt Klaus Harbring
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Hermannstr. 23
46399 Bocholt
Fachanwalt Dirk Wandner
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Domplatz 30
99084 Erfurt
Fachanwalt Dr. Karl Hornstein
Fachanwalt für Mietrecht und Wohnungseigentumsrecht
Ernst-Lehmann-Straße 26
88045 Friedrichshafen
Fachanwalt Martin Kleifeld
Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Wilhelmstraße 62
53721 Siegburg
Fachanwalt Marco Tänzer
Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Johannisplatz 1
09111 Chemnitz

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Datenschutzerklärung