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Wie viel Lärm ist im Mietshaus erlaubt?

Wie viel Lärm ist im Mietshaus erlaubt? © CC0 - Daniel Nanescu - splitshire.com
Türknallen, laute Musik, Geschrei oder der aufgedrehte Fernseher: Lärm und Krach in einem Miethaus haben ihre Grenzen. Halten Mieter sich nicht an die Ruhezeiten, kann schnell ein Ordnungsgeld drohen.

Familie hielt sich nicht an Ruhezeiten

Das musste kürzlich eine Münchner Familie feststellen, der Türknallen, laute Musik und Geschrei während der in der Hausordnung vorgeschriebenen Zeiten unter Androhung von einem Ordnungsgeld gerichtlich untersagt wurden. Das Amtsgericht München (Aktenzeichen 281 C 17481/16) traf diese Entscheidung zum Schutz der Nachbarn. Eine vierköpfige Familie störte die Wohngemeinschaft immer wieder durch lautes Geschrei, laute Musik, Herumtrampeln, Seilspringen oder Staubsaugen in den Abendstunden. Die Wohnungseigentümergemeinschaft hatte die Familie mehrmals aufgefordert, diese Geräuschstörungen zu unterlassen. Ohne Erfolg, woraufhin sie die Familie verklagte.

Lärmprotokolle konnten Gericht überzeugen

Das Amtsgericht München befragte die Nachbarn und konnte anhand von verschiedenen Lärmprotokollen die Ruhestörungen, die von der Familie ausgingen, nachvollziehen. Das Gericht kam zu der Überzeugung, dass die Lautstärke und die Zeiten des Krachs über das von Nachbarn hinzunehmende Maß an Lärm hinausgingen. Die Familie habe auch rücksichtslos nicht auf die Aufforderung der übrigen Nachbarn reagiert, sich an die Ruhezeiten zu halten. Aus diesem Grund verurteilte das Amtsgericht München die Familie unter Androhung eines Ordnungsgeldes sich hinsichtlich des von ihr ausgehenden Lärms an die Ruhezeiten zu halten.

Lärmbelästigung ist kein Grund zur Gewaltanwendung

Ein Nachbar, der sich durch den lauten Fernseher seines Nachbarn gestört fühlte, darf im Rahmen eines darauffolgenden Streits nicht zum Knüppel greifen und körperliche Gewalt anwenden. Er muss dem verprügelten Nachbarn Schmerzensgeld zahlen, entschied das Amtsgericht Frankfurt (Aktenzeichen 32 C 105/21 (86)).

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