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Komposter: Müssen Nachbarn den Gestank ertragen?

Ob Geruchsbelästigung oder Insektenbefall: Der Komposter in Nachbars Garten gibt häufig Anlass für Streit unter Nachbarn. Müssen Nachbarn diese Belästigungen durch den nachbarlichen Komposter dulden?

In einem Fall vor dem Landgericht München I (Aktenzeichen 23 O 14452/86) musste der Nachbar seinen Komposter verlegen. Er hatte zur Entsorgung von Gartenabfällen, aber auch Stallmist, einen Komposter an die Grundstücksgrenze zu seinen Nachbarn errichtet. Diese hatten an dieser Grundstücksgrenze einen Spielplatz für ihre Kinder aufgebaut, Terrasse und Garten lagen ebenfalls an dieser Grundstücksgrenze.

Komposter muss verlegt werden

Das Landgericht München I entschied, dass der Nachbar seinen Komposter verlegen muss. Es sei allgemein bekannt, dass von diesem Geruchsbelästigungen und Insektenbefall ausgehen. Grundsätzlich dürfe man natürlich seine Gartenabfälle in einem Komposter entsorgen, der Nachbar sollte aber nicht unnötig davon gestört werden. Das Grundstück des Nachbarn sei groß genug den Komposter an eine andere Stelle zu verlegen, bei dem weniger Belästigungen von ihm ausgehen. Das Grundstück der Familie sei allerdings so klein, dass sie keine Chance haben die Terrasse oder den Spielplatz zu verlegen. Der Komposter muss also weichen.

Bundesländer regeln Gartenabfallentsorgung durch Komposter

In einigen Bundesländern regeln Verordnungen wie ein Komposthaufen anzulegen ist und dass Geruchsbelästigungen der Nachbarn zu vermeiden sind. Hier gilt es sich im Einzelfall zu informieren.

Redaktion fachanwaltsuche.de

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