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#metoo: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

#metoo: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz © CC0 - Daniel Nanescu - splitshire.com
Unter dem Hashtag #metoo machen zurzeit vor allem prominente Frauen auf sexuelle Belästigungen aufmerksam. Gerade am Arbeitsplatz ist der schmale Grad zwischen harmlosen Flirt und sexueller Belästigung für einige Chefs und Kollegen scheinbar nicht klar. Was viele Arbeitnehmer nicht wissen: Sexuelle Belästigungen können zur Kündigung führen!

Laut aktuellen Umfragen sind viele – vorwiegend- Arbeitnehmerinnen im Laufe ihres Berufslebens mit sexuellen Belästigungen konfrontiert worden. Arbeitgeber haben die Pflicht die Arbeitnehmerin vor weiteren sexuellen Belästigungen zu schützen. Dies führt in der Regel zu einer Abmahnung oder der Kündigung des Täters.

Was versteht man unter sexueller Belästigung?

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz bestimmt, dass eine sexuelle Belästigung vorliegt, wenn ein nicht erwünschtes sexuelles Verhalten die Würde der betroffenen Person verletzt. Dies geht vom anzüglichen Witz bis hin zur unerwünschten körperlichen Berührung. Kommt es gar zu sexuellen Handlungen wider Willen des Opfers, spricht man von sexueller Gewalt.

Kündigungsgrund: Sexuelle Belästigung

Je nach Ausmaß der sexuellen Belästigung ist diese an sich schon ein zulässiger Kündigungsgrund für eine fristlose Kündigung. Es ist aber im Einzelfall zu prüfen, ob nicht auch eine Abmahnung ausreicht, um auf das Verhalten des Arbeitnehmers zu reagieren. Dies geht aus einer Entscheidung des Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg (Aktenzeichen 13 Sa 141/12) hervor. Im zugrundeliegenden Fall hatte ein Arbeitnehmer seinen Kollegen auf einer Abendveranstaltung von hinten umschlungen und sich kurz an ihn gepresst. Hier hätte zunächst eine Abmahnung erfolgen müssen, so das Gericht. Eine fristlose Kündigung des Mannes sei unverhältnismäßig, da nicht jede Berührung sexuell motiviert sei.

Welche Strafen gibt es für Sexuelle Belästigung?

Nach dem Strafgesetzbuch wird die sexuelle Nötigung je nach Schwere der Tat mit einer Gefängnisstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren geahndet.

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