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Haben getrenntlebende Eltern einen Anspruch auf das Wechselmodell?

Haben getrenntlebende Eltern einen Anspruch auf das Wechselmodell? © CC0 - Daniel Nanescu - splitshire.com
Teilen sich Eltern die Betreuung ihres Kindes jeweils zur Hälfte, spricht man vom sogenannten Wechselmodell. Einen Anspruch auf das Wechselmodell steht den getrenntlebenden Eltern allerdings nicht zu, entschied kürzlich das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe.

Getrenntlebender Vater klagt auf Einführung des Wechselmodell als Regelbetreuungsform

Im zu entscheidenden Fall klagte ein getrenntlebender Vater die Durchführung des Wechselmodells im Hinblick auf die Betreuung seiner bei der Mutter lebenden Tochter ein. Das Oberlandesgericht Frankfurt/Main hatte zuvor den Antrag des Vaters auf die Durchführung des Wechselmodells abgelehnt, da die Eltern zu wenig kooperativ seien und das Wechselmodell daher nicht zum Wohl der gemeinsamen Tochter sei. Der Vater reichte Verfassungsbeschwerde ein, da seiner Ansicht nach das Wechselmodell das Regelbetreuungsmodell sein müsste.

BVerfG sieht keine gesetzliche Pflicht zum Wechselmodell

Das sah das Bundesverfassungsgericht (Aktenzeichen 1 BvR 2616/17) anders. Es stellt in seiner Entscheidung klar, dass die paritätische Kinderbetreuung durch getrenntlebende Eltern keine Pflicht sei und sich damit auch kein Recht der Eltern ableiten lasse, den Gesetzgeber zu veranlassen, dass Wechselmodell als Regelbetreuungsmodell vorzuschreiben. Das Bundesverfassungsgericht verwies in diesem Zusammenhang auch auf den Willen der Kinder. Je älter die Kinder seien, desto mehr Mitspracherecht hätten sie hinsichtlich eines Wechselmodells.

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