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Umgangsrecht – Wo verbringen Scheidungskinder die Feiertage?

Umgangsrecht – Wo verbringen Scheidungskinder die Feiertage? Junges Mädchen hält zerbrochenes Zuhause vor streitenden Eltern © freepik
Gerade Feiertage, wie Weihnachten und Silvester, sind für Scheidungskinder schwierig. Bei welchem Elternteil werden die Feiertage verbracht? Haben Mama oder Papa ein Recht auf ihre Kinder an Weihnachten und/oder Silvester? Wie ist das Umgangsrecht von geschiedenen Eltern an Feiertagen geregelt?

Eltern müssen Umgangsregelung vereinbaren

Nach dem Bürgerlichen Gesetz sind die Eltern zum Umgang mit ihren Kindern berechtigt und verpflichtet. Wie dieses Umgangsrecht aber auszugestalten ist, hat der Gesetzgeber nicht ausdrücklich geregelt. Die Eltern sollen eigenständig zum Wohle des Kindes eine Umgangsregelung finden. Nur wenn das nicht möglich ist, kann das Familiengericht eingeschaltet werden. In vielen Scheidungs-Familien hat sich eine Umgangsregelung durchgesetzt, dass das Kind alle zwei Wochen das Wochenende mit dem Elternteil verbringt, bei dem es nicht lebt. Dies ist aber nicht obligatorisch, sondern muss vom Kindeswohl abhängig gemacht werden. Möglicherweise sind auch andere Modelle für die Entwicklung des Kindes besser geeignet.

Streit um die Feiertage: Einvernehmliche Lösung finden

Streit gibt es bei vielen geschiedenen Eltern, wenn die Feiertage, wie Weihnachten oder Silvester, heranrücken. Dann möchte jedes Elternteil Zeit mit seinen Kindern verbringen. Auch für die Feiertage gibt es keine gesetzliche Regelung zum Umgangsrecht der getrennten Eltern. Sie sollten eine einvernehmliche Lösung im Sinne ihrer Kinder finden: Etwa Heiligabend bei der Mutter und 1. und 2. Weihnachtstag beim Vater -im nächsten Jahr dann anders herum. Das gleiche gilt für Silvester: In einem Jahr verbringt das Kind Silvester bei dem Vater, im nächsten bei der Mutter.

Letzter Ausweg: Familiengericht

Ist es zwischen den geschiedenen Eltern nicht möglich eine Vereinbarung zum Umgang mit dem Kind an den Feiertagen zu treffen, kann die Hilfe des Jugendamts oder einer Beratungsstelle in Anspruch genommen werden. Hilft auch das nicht, kann ein Elternteil einen Antrag auf Umgang beim Familiengericht stellen. Für die Entscheidung des Gerichts ist der Kindeswille ein wichtiger Faktor. Auch kleine Kinder werden dafür vom Familiengericht angehört. Eltern sollten sich gut überlegen, ob sie ihr Kind dieser Situation aussetzen möchten.

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