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Volladoption eines Erwachsenen- Rechtliche Unterschiede zur Adoption eines Kindes?

Adoptionen von erwachsenen Menschen kommen nicht nur zur Erlangung eines zweifelhaften Adelstitels vor, sondern können auch ein berechtigtes Interesse eines volljährigen Kindes zur Dokumentation seiner neuen Familie sein. Doch welche rechtlichen Konsequenzen sind mit der Volladoption eines Erwachsenen verbunden?

Rechtliche Konsequenzen einer Volladoption eines Erwachensen

Wird ein Kind adoptiert, so hat das die rechtliche Folge, dass es mit seiner Ursprungsfamilie nicht mehr verwandt ist. Im Hinblick auf Unterhalt oder Erbe gilt nur die Verwandtschaft mit der neuen Familie. Das sieht bei einer einfachen Adoption eines Erwachsenen anders aus. Hier bleiben grundsätzlich die familien- und erbrechtlichen Beziehungen zur alten Familie bestehen. Eine Volladoption eines Erwachsenen hat allerdings die gleichen rechtlichen Konsequenzen wie die einer Adoption eines Kindes: Die alten Beziehungen zur Ursprungsfamilie werden gekappt.

Rechtliche Interessen der Ursprungsfamilie müssen bei Volladoption beachtet werden

Ob eine Volladoption eines Erwachsenen durchgeführt werden darf, hängt immer auch vom Interesse der leiblichen Eltern ab. Schließlich verlieren diese ja auch alle rechtlichen Beziehungen zum erwachsenen Kind. Dies stellte das Oberlandesgericht Oldenburg (Aktenzeichen 4 UF 175/16) in einer aktuellen Entscheidung klar. Ist etwa die Mutter, wie im zu entscheidenden Fall, von der Entscheidung ihres Kindes zutiefst emotional betroffen und aufgrund ihrer Krankheit in Zukunft vom Unterhalt ihres Kindes möglicherweise abhängig, kann einer Volladoption des erwachsenen Kindes nicht zugestimmt werden. Hier überwiegen die Interessen der Mutter an der verwandtschaftlichen Beziehung zum Kind, so die Oldenburger Richter.

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