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Beschneidung eines Kindes ist strafbar!

Beschneidung eines Kindes ist strafbar! © mko - topopt
Lässt ein nicht sorgeberechtigter Vater aus religiösen Gründen seinen sechsjährigen Sohn gegen dessen Willen und ohne Zustimmung der Mutter beschneiden, macht er sich wegen vorsätzlicher Körperverletzung strafbar. Dies entschied das Landgericht Essen.

Im zugrundeliegenden Fall hatte ein Vater, der dem islamischen Glauben angehört, seinen sechsjährigen Sohn in einem deutschen Beschneidungszentrum gegen seinen Willen beschneiden lassen. Der Vater war nicht sorgeberechtigt. Das Sorgerecht für das Kind lag allein bei der Mutter, deren Zustimmung zur Beschneidung nicht eingeholt wurde. Die Beschneidung erfolgte nicht aus gesundheitlichen, sondern ausschließlich aus religiösen Gründen. Das Landgericht Essen (Aktenzeichen 31 Ns 13/17 LG) verurteilte den Vater wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu einer einjährigen Bewährungsstrafe. Strafschärfend bewertete das Gericht, dass sich der Vater einfach über die Mutter hinweggesetzt hatte und einen Aufenthalt des Jungen bei ihm während der Sommerferien für die Tat ausgenutzte. Zudem hätte man altersgerecht mit dem Kind über die Beschneidung sprechen und ein Einvernehmen erzielen müssen.

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