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EU-Verbot für Geoblocking im Online-Handel

EU-Verbot für Geoblocking im Online-Handel © CC0 - Daniel Nanescu - splitshire.com
Seit dem 3.Dezember 2018 ist ungerechtfertigtes Geoblocking im Online-Handel EU-weit verboten. Verbraucher können Waren und Dienstleistungen innerhalb der EU jetzt zu gleichen Bedingungen beziehen und dürfen nicht mehr auf Websites mit nationalen Angeboten zu schlechteren Konditionen umgelenkt werden.

Keine Ungleichbehandlung von EU-Verbrauchern im Online-Handel

Die neue Regelung legt fest, dass Kunden beim Verkauf von Waren ohne physische Lieferung, beim Verkauf von elektronisch erbrachten Dienstleistungen und beim Verkauf von Dienstleistungen, die an einem bestimmten physischen Ort erbracht werden, nicht vom Online-Handel innerhalb der EU unterschiedlich behandelt werden dürfen. Online-Händler dürfen Verbraucher aufgrund ihrer Nationalität, ihres Wohnsitzes oder Niederlassung diskriminieren. Ansonsten sind sie in der Gestaltung ihrer Preise, Marketingaktivitäten oder ihrer Website frei. Online-Händler müssen aber nicht die Lieferung der Ware in den Mitgliedstaat des Kunden anbieten. Sie müssen ihm aber gleiche Lieferbedingungen wie einem lokalen Kunden anbieten – also etwa Abholoptionen.

Welche Dienstleistungen sind nicht vom Geoblocking-Verbot umfasst?

Finanzdienstleistungen, Verkehrsdienstleistungen und audiovisuelle Dienste sind nicht vom Geoblocking-Verbot betroffen, da für sie bereits besondere Regelungen bestehen.

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