Logo Fachanwaltssuche
Von Experten beraten.
Rechtsgebiet z.B. Arbeitsrecht
Ortz.B. Köln, 50968

Diebstahl einer im Keller eingelagerten Küche führt nicht zu einer Mietminderung

Wird aus einem Keller eine eingelagerte Küche gestohlen, für die die Mieterin monatlich eine zusätzliche Miete an den Vermieter bezahlt, kann sie aus diesem Grund nicht die Miete mindern. So ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs.

Im zugrundeliegenden Fall mietete eine Frau eine Wohnung, die bereits mit einer Einbauküche versehen war. Da ihr die Küche nicht mehr gefiel, baute sie mit dem Einverständnis des Vermieters eine neue Küche in die Wohnung ein. Die alte Küche wurde im Keller eingelagert und sollte nach dem Ende des Mietverhältnisses zurückgebaut werden. Die eingelagerte Küche wurde aus dem Keller gestohlen. Daraufhin vertrat die Mieterin die Ansicht, dass sie die Extra-Miete für die Küche nun nicht mehr bezahlen müsse. Falsch, sagt der Bundesgerichtshof (Aktenzeichen VIII ZR 198/15). Die gestohlene Küche gibt der Mieterin nicht das Recht die Miete zu mindern. Grund: Als die Mieterin ihre neue Küche einbaute, vereinbarte sie mit dem Vermieter, dass die Gebrauchsgewährungspflicht des Vermieters ausgesetzt wird, solange die Mieterin ihre neue Küche nutzt. Die Gesamtmiete wurde beibehalten. Damit hat sich an der Eigenschaft der Mietsache trotz Abhandenkommens der Küche für die Mieterin nichts nachteilig verändert, was sie zu einer Mietminderung berechtigen könnte.

Redaktion fachanwaltsuche.de

War dieser Beitrag für Sie hilfreich?

Eigene Bewertung abgeben:
Bisher abgegebene Bewertungen:
0.0 / 5 (0 Bewertungen)
Das könnte Sie interessieren
Stirbt eine Mieterin und ziehen ihre Verwandte in ihre Mietwohnung ohne den Vermieter vom Tod der Mieterin in Kenntnis zu setzen, steht dem Vermieter ein Kündigungsrecht des Mietvertrages zu.
Erstattet ein Mieter gegen seinen Vermieter eine Strafanzeige, berechtigt dies den Vermieter nicht zu einer Kündigung des Mietverhältnisses – jedenfalls dann nicht, wenn der Mieter aus seiner Sicht wahre Tatsachen zum Anlass für die Strafanzeige nimmt.
Mieter sollten im zwischenmenschlichen Umgang mit ihrem Vermieter vorsichtig sein. Beleidigungen und üble Nachrede können dazu führen, dass der Vermieter das Mietverhältnis fristlos kündigen kann. Dies zeigen die nachfolgenden Urteile deutscher Gerichte.
4.0 / 5 (1 Bewertungen)
Der Bundesgerichtshof hat sich in mehreren Entscheidungen mit der Beachtung der schwerwiegenden persönlichen Härtegründe im Rahmen einer fristlosen Kündigung des Mietverhältnisses auseinandergesetzt.
4.0 / 5 (1 Bewertungen)
Nebenkostenabrechnung: Einwurf in den Briefkasten an Silvester ist fristgerecht © CC0 - Daniel Nanescu - splitshire.com
Eine Nebenkostenabrechnung geht einem Mieter wirksam zu, wenn der Vermieter diese am Silvestertag bis 18 Uhr in den Briefkasten des Mieters einwirft. Auch an Silvester ist mit einer Postzustellung zwischen acht und 18 Uhr zu rechnen, entschied das Landgericht Hamburg.
In gängiges Problem in der Mietpraxis: Mieter zahlen vorm Ende des Mietverhältnisses die letzten Mieten nicht, weil sie diese mit der Mietkaution verrechnen wollen. Das geht nicht, stellt jetzt nochmals das Amtsgericht München klar.
Fehlbuchungen oder Zahlungsschwierigkeiten – es gibt viele Gründe warum die Miete nicht pünktlich auf dem Konto des Vermieters verbucht wird. Stellt sich heraus, dass der Mieter in Zahlungsschwierigkeiten ist, sollten Vermieter genau wissen was es jetzt zu tun gilt.
4.0 / 5 (1 Bewertungen)
Miet- und Wohnungseigentumsrecht , 27.03.2017 (Update 11.09.2018)
Mietvertrag: Vorsicht bei allgemeinen Klauseln zu Schönheitsreparaturen! © CC0 - Daniel Nanescu - splitshire.com
Bei der formularmäßigen Übertragung von Schönheitsreparaturen in Mietverträgen ist Vorsicht geboten. So entschied der Bundesgerichtshof jüngst, dass eine solche Übertragung auch bei einer Renovierungsvereinbarung zwischen Mieter und Vormieter unwirksam sein kann.
Klassische Irrtümer im Mietrecht © topopt
Ob es um die Mietkaution, die Nachmieterregelung oder die Mieterhöhung geht- in den Köpfen von Mietern und Vermietern halten sich seit Jahren hartnäckig einige Mietrechts-Irrtümer!
Rechte und Pflichten von Untermietern © topopt
Ob es der beruflich bedingte Ortswechsel oder die Trennung vom Partner ist: Mieter dürfen ihre Mietwohnung an andere Mitbewohner untervermieten. Voraussetzung ist allerdings, dass der Vermieter der Untervermietung zu stimmt. Anderenfalls kann dem Mieter die fristlose Kündigung seines Mietverhältnisses ins Haus flattern. Aber auch der Vermieter muss aufpassen – unberechtigte Verweigerung einer Zustimmung zur Untermiete kann zu Schadensersatzforderungen der Mieter führen!
5.0 / 5 (1 Bewertungen)
Miet- und Wohnungseigentumsrecht , 06.02.2018 (Update 06.02.2018)
Miete: Nebenkostenabrechnung zum Jahresanfang! © topopt
Viele Mieter erhalten in wenigen Wochen wieder die alljährliche Nebenkostenabrechnung und damit auch die Aufforderung zum Teil hohe Nachzahlungen zu leisten. Das führt nicht selten zum Streit zwischen Mieter und Vermieter. Hier einige Tipps, auf was Mieter bei der Nebenkostenabrechnung unbedingt achten sollten.
5.0 / 5 (1 Bewertungen)
Suchen in Rechsbeiträgen
Teilnehmer
Fachanwältin Katharina von Morstein
Fachanwältin für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Lange Straße 126
76530 Baden-Baden
Fachanwalt Jens Trurnit
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Lange Str. 22
71332 Waiblingen
Fachanwalt Thomas Wagner
Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Heckenweg 14
28844 Weyhe
Fachanwältin Verena Graf-van Geldern
Fachanwältin für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Nohlstraße 57
46045 Oberhausen
Fachanwalt Mathias Müller
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Münchner Straße 34
01187 Dresden
Fachanwalt Klaus-Ingo Wittich
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Pirckheimer Straße 68
90408 Nürnberg
Fachanwalt Frank Drenhaus
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Neumarkt 1
45879 Gelsenkirchen
Fachanwalt Cnud Hanken
Fachanwalt für Familienrecht
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Wallstraße 3
26409 Wittmund
Fachanwältin Almuth Welzel
Fachanwältin für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Untere Bahnhofstraße 38a
82110 Germering
Fachanwalt Frank Baranowski
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht und
Fachanwalt für Familienrecht
Sandstraße 160 (Kaisergarten)
57072 Siegen
Fachanwalt Michael Heinz
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Ebertallee 1
22607 Hamburg
Fachanwalt Klaus Harbring
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Hermannstr. 23
46399 Bocholt
Fachanwalt Dirk Wandner
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Domplatz 30
99084 Erfurt
Fachanwalt Dr. Karl Hornstein
Fachanwalt für Mietrecht und Wohnungseigentumsrecht
Ernst-Lehmann-Straße 26
88045 Friedrichshafen
Fachanwalt Martin Kleifeld
Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Wilhelmstraße 62
53721 Siegburg
Fachanwalt Marco Tänzer
Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Johannisplatz 1
09111 Chemnitz

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Datenschutzerklärung