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Unfallflucht mit Carsharing-Fahrzeug – Führerscheinentzug!

Unfallflucht mit Carsharing-Fahrzeug – Führerscheinentzug! © CC0 - Daniel Nanescu - splitshire.com
Ein Autofahrer muss mit einer Verurteilung wegen Fahrerflucht und einem Führerscheinentzug rechnen, wenn er einen Unfall verursacht und nur am von ihm gemieteten Carsharing-Fahrzeug ein Schaden entsteht. Dies entschied das Amtsgericht Berlin-Tiergarten.

Carsharing-Fahrzeug wird durch Unfall beschädigt

Im zugrundeliegenden Fall verursachte ein Mieter eines Carsharing-Autos einen Unfall auf der Berliner Stadtautobahn. Er streifte die Leitplanke und fügte dem Fahrzeug einen Schaden von rund 8.000 Euro zu. Die Leitplanke wurde nicht beschädigt. Der Autofahrer hatte zwar den Zusammenstoß mit der Leitplanke bemerkt, entfernte sich aber trotzdem vom Unfallort ohne seine Personalien feststellen zu lassen.

Autofahrer muss Personalien feststellen lassen

Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten (Aktenzeichen (297 Gs) 3012 Js 1679/18 (47/18), 297 Gs 47/18) verurteilte den Autofahrer wegen Unfallflucht. Diese liege immer vor, wenn aufgrund eines Unfalls ein Schaden an fremden Sachen entsteht, so das Gericht. Hier sei der Schaden am Carsharing-Fahrzeug entstanden. Der Autofahrer habe gegenüber dem Vermieter des Carsharing-Fahrzeugs eine Feststellungspflicht, da das Fahrzeug später an einem beliebigen Ort abgestellt wird und die Ermittlung des Schadenverursachers dann schwer möglich ist. Dies sei bei einem Mietwagen anders zu beurteilen, da dieser dem Vermieter vom Mieter übergeben werde. Die Entziehung des Führerscheins durch den Autofahrer sei daher gerechtfertigt.

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