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Pedelec-Fahrer haftet für Verkehrsunfall

Pedelecs sind insbesondere bei älteren Menschen sehr beliebt, da der Fahrer beim Tritt in die Pedale von einem Elektroantrieb unterstützt wird. Doch auch hier muss die Straßenverkehrsordnung beachtet werden: Kommt es aufgrund einer verkehrswidrigen Schrägfahrt zu einem Verkehrsunfall haftet der Pedelec-Fahrer!

Ein 80-jähriger Pedelec-Fahrer verursachte einen Zusammenstoß mit einem Auto, weil er mit seinem Pedelec entgegen der Verkehrsregeln von einem Radweg schräg auf die Fahrbahn fuhr, weil er links abbiegen wollte. Dabei stürzte der Mann schwer und erlitt schwere gesundheitliche Schäden. Er verklagte die Autofahrerin auf 20.000 Euro Schmerzensgeld und rund 500 Euro Schadensersatz für das kaputte Pedelec.

Pedelec wurde zum Verkehrshindernis

Ohne Erfolg, entschied das Oberlandesgericht Hamm (Aktenzeichen 9 U 125/15). Den Pedelec-Fahrer treffe eine erhebliche Schuld am Zustandekommen des Unfalls. Er sei einfach blindlinks vom Radweg auf die Straße gefahren, um in die gegenüberliegende Einfahrt abzubiegen. Diese unvermittelte Schrägfahrt über die ganze Breite der Straße habe dazu geführt, dass das Pedelec für Sekunden auf der Straße großes und gefährliches Hindernis dargestellt habe. Damit habe er sich verkehrswidrig verhalten und erhalte kein Schmerzensgeld und Schadensersatz.

Redaktion fachanwaltsuche.de

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