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Heimliche Aufnahme eines Personalgesprächs – fristlose Kündigung!

Heimliche Aufnahme eines Personalgesprächs – fristlose Kündigung! © CC0 - Daniel Nanescu - splitshire.com
Nimmt ein Arbeitnehmer ein Personalgespräch mit seinem Chef und dem Betriebsrat heimlich mit seinem Smartphone auf, kann ihm sein Arbeitsvertrag fristlos gekündigt werden, entschied jüngst das Hessische Landesarbeitsgericht.

Arbeitnehmer nimmt Personalgespräch heimlich mit dem Handy auf

Geklagt hatte ein Arbeitnehmer, der von seinem Vorgesetzten und dem Betriebsrat zu einem Personalgespräch geladen wurde, weil er angeblich Arbeitskollegen beleidigt und bedroht haben sollte. Der Mann war bereits abgemahnt worden, weil er in einer Email seine Kollegen als faule Mistkäfer und Low Performer bezeichnet hatte. Der Arbeitnehmer zeichnete das Personalgespräch ohne Wissen der übrigen Beteiligten mit seinem Smartphone auf. Davon erfuhr der Arbeitgeber einige Zeit später und kündigte dem Mann fristlos.

Verletzung der Persönlichkeitsrechte der übrigen Gesprächteilnehmer

Zu Recht, entschied nun das Hessische Landesarbeitsgericht (Aktenzeichen 6 Sa 137/17). Der Arbeitnehmer habe mit der heimlichen Aufnahme des Personalgesprächs die allgemeinen Persönlichkeitsrechte der übrigen Gesprächspartner verletzt. Jeder dürfe selbst bestimme, welche Äußerungen für die Öffentlichkeit bestimmt seien. Auch wenn der Arbeitnehmer bereits seit 25 Jahren im Betrieb arbeitete, sei das Arbeitsverhältnis durch sein Verhalten für den Arbeitgeber nicht mehr zumutbar gewesen, so die Hessischen Richter.

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