Unterhalt: Ab 1.1.2026 neue Düsseldorfer Tabelle
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2017-12-06
, Aktualisierung vom
2026-01-05 13:52:45.0
· Redaktion Fachanwaltsuche
· 1122 mal gelesen
Junges Mädchen hält zerbrochenes Zuhause vor streitenden Eltern © freepik
- Was bestimmt die Düsseldorfer Tabelle?
- Systematik der Tabelle wird beibehalten
- Bedarfssätze für Trennungskinder ändern sich
- Selbstbehalte bleiben unverändert
Die Düsseldorfer Tabelle regelt den Unterhalt für Kinder nach einer Trennung oder Scheidung der Eltern in Abhängigkeit zu deren Einkommen. Ab 1. Januar 2026 haben sich die deutschen Oberlandesgerichte und der Deutsche Familiengerichtstag auf eine Aktualisierung der Düsseldorfer Tabelle verständigt.
Was bestimmt die Düsseldorfer Tabelle?
Die Düsseldorfer Tabelle wird von allen deutschen Oberlandesgerichten genutzt, um den Kindesunterhalt zu bestimmen. Alle deutschen Oberlandesgerichte und die Unterhaltskommission des Deutschen Familiengerichtstags bestimmen jährlich neue die Sätze für den Kindesunterhalt.Systematik der Tabelle wird beibehalten
Die Systematik der Düsseldorfer Tabelle im Vergleich zu 2025 unverändert fortgeführt wird. Die Tabelle basiert weiterhin auf 15 Einkommensstufen sowie dem Regelfall von zwei unterhaltsberechtigten Personen. Auch die Einkommensgrenzen bleiben bestehen: Die unterste Stufe reicht unverändert bis 2.100 Euro, während die höchste Einkommensgruppe weiterhin bei 11.200 Euro endet.Bedarfssätze für Trennungskinder ändern sich
In der ersten Einkommensstufe der Düsseldorfer Tabelle erhöht sich der Mindestunterhalt um 4 Euro. Er beträgt nun 486 Euro für Kinder bis fünf Jahre, 558 Euro für Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren sowie 653 Euro für Jugendliche von zwölf bis siebzehn Jahren. Diese Anpassung wirkt sich folgerichtig auch auf die Bedarfssätze aller weiteren Einkommensgruppen aus. Auch bei den volljährigen Kindern kommt es zu höheren Bedarfssätzen. Dies betrifft sowohl volljährige Kinder, die weiterhin im elterlichen Haushalt leben, als auch solche, die einen eigenen Haushalt führen. Unverändert bleibt jedoch der pauschale Bedarfssatz für studierende Kinder, die nicht mehr bei den Eltern oder einem Elternteil wohnen: Er liegt weiterhin bei 990 Euro, wie bereits im Jahr 2025.Selbstbehalte bleiben unverändert
Die Selbstbehalte, also die Beträge, die den unterhaltspflichtigen Elternteilen für ihren Eigenbedarf belassen werden, erfahren zum 1. Januar 2025 keine Erhöhung und bleiben bei 1.200 EUR für nicht erwerbstätige Unterhaltspflichtige und bei 1.450 EUR für erwerbstätige Unterhaltspflichtige.War dieser Beitrag für Sie hilfreich?
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