Logo Fachanwaltssuche
Von Experten beraten.
Rechtsgebiet z.B. Arbeitsrecht
Ortz.B. Köln, 50968

Wie weit geht die Pflicht zum Gentest?

Wie weit geht die Pflicht zum Gentest? © CC0 - Daniel Nanescu - splitshire.com
Kinder haben das Recht zu wissen, von wem sie abstammen. Ist die Abstammung ungeklärt, muss ein in Frage kommender Vater eine Genprobe zur Verfügung stellen. Doch was geschieht, wenn der potentielle Vater bereits verstorben ist. Müssen dann seine leiblichen Kinder zum Gentest?

Potenieller Vater bereits verstorben

Mit dieser Frage beschäftigte sich jüngst das Oberlandesgericht Oldenburg (Aktenzeichen 4 UF 106/17) im Fall einer Frau, die ihre Abstammung klären lassen wollte. Ein Gentest hatte bereits gezeigt, dass sie nicht die leibliche Tochter des Ehemannes ihrer Mutter ist. Sie erfuhr von einem Seitensprung ihrer Mutter. Von diesem Mann konnte sie allerdings keine Genprobe mehr bekommen, da er bereits verstorben war. Im Rahmen eines Verfahrens vor dem Familiengericht wurden die beiden Söhne des Verstorbenen zur Abgabe einer Genprobe verpflichtet. Hiergegen wandten sich die Männer mit einer Klage.

Kinder eines Verstorbenen sind zum Gentest verpflichtet

Ohne Erfolg! Das Gericht hielt es nicht für völlig unwahrscheinlich, dass der Verstorbene der Vater der Frau sein konnte. Zeugenaussagen und Briefe der Mutter deuteten darauf hin. Das Interesse der Frau an ihrer Abstammung sei höher zu bewerten, als der geringe Eingriff einer Genprobe. Schließlich sei es für die Frau enorm belastend ihre eigene Abstammung nicht zu kennen, so das Gericht.

War dieser Beitrag für Sie hilfreich?

Eigene Bewertung abgeben:
Bisher abgegebene Bewertungen:
5.0 / 5 (1 Bewertungen)
Das könnte Sie interessieren
Erbrecht , 15.08.2018 (Update 15.08.2018)
Umbettung einer Urne – Was ist erlaubt? © topopt
Angehörige haben die Möglichkeit einen Verstorbenen aus einem wichtigen Grund umbetten zu lassen. Eine Umbettung kann etwa dann sinnvoll sein, wenn die Angehörigen wegziehen und sich niemand um die Grabstätte kümmert oder wenn der Verstorbene in einem Familiengrab mit anderen verstorbenen Familienmitgliedern zusammengeführt werden soll. Die Friedhofsverwaltung muss in jedem Fall die Umbettung einer Urne genehmigen.
Sozialrecht , 21.07.2015
Bei einem Todesfall werden die Hinterbliebenen durch eine Rente von der gesetzlichen Rentenversicherung versorgt.
1.0 / 5 (1 Bewertungen)
Medizinrecht , 05.07.2016
Ein Ehemann kann von einer Klinik nicht die Herausgabe von befruchteten eingefrorenen Eizellen seiner verstorbenen Ehefrau verlangen, entschied das Oberlandesgericht Karlsruhe.
Erbrecht , 16.07.2012
Rechtsanwalt Anton Bernhard Hilbert Kanzlei Hilbert & Simon
Die soziale Haltung hat sich auch im Angesicht des Todes verändert. Ging es früher darum, wer über die Bestattung bestimmen darf, dreht es sich heute darum, nicht für Bestattungskosten herangezogen zu werden. Weil § 1968 BGB bestimmt, dass der Erbe die Kosten der Beerdigung trägt, scheint die Ausschlagung der Erbschaft einen Weg hin zu diesem Ziel zu eröffnen: Kein Erbe – keine Bestattungskosten. Trifft diese Schlussfolgerung zu?
Stirbt eine Mieterin und ziehen ihre Verwandte in ihre Mietwohnung ohne den Vermieter vom Tod der Mieterin in Kenntnis zu setzen, steht dem Vermieter ein Kündigungsrecht des Mietvertrages zu.
Erbrecht , 20.09.2017 (Update 20.09.2017)
Überschuldeter Nachlass – Was können Erben tun? © topopt
Eine Erbschaft ist nicht immer Grund zur Freude. Oftmals wird den Erben ein überschuldeter Nachlass hinterlassen, für den sie dann gerade stehen müssen. Unter bestimmten Voraussetzungen öffnet sich die finanzielle Schlinge für die Erben und es ist eine Anfechtung des überschuldeten Nachlasses möglich.
4.0 / 5 (1 Bewertungen)
Familienrecht , 26.01.2018
Mama oder Papa? Beispiele aus der Rechtsprechung zu Transsexuellen © topopt
Wenn transsexuelle Menschen ein Kind zeugen oder gebären, gibt es hinsichtlich der abstammungsrechtlichen Frage – Mutter oder Vater – immer wieder Rechtskonflikte. In zwei Fällen hat jüngst der Bundesgerichtshof zu dieser Problematik Stellung genommen.
4.5 / 5 (2 Bewertungen)
Familienrecht , 15.12.2017
Umgangsvereinbarung nicht eingehalten – Ordnungsgeld gegen Kindesmutter © topopt
Versucht ein getrenntlebendes Elternteil immer wieder eine Urlaubsreise des anderen Elternteils mit dem Kind durch Einschalten des Familiengerichts oder der Polizei zu verhindern, verstößt es gegen die Wohlverhaltenspflicht des Umgangsrechts und muss mit einem Ordnungsgeld rechnen.
4.0 / 5 (2 Bewertungen)
Strafrecht , 09.02.2018 (Update 09.02.2018)
Beschneidung eines Kindes ist strafbar! © topopt
Lässt ein nicht sorgeberechtigter Vater aus religiösen Gründen seinen sechsjährigen Sohn gegen dessen Willen und ohne Zustimmung der Mutter beschneiden, macht er sich wegen vorsätzlicher Körperverletzung strafbar. Dies entschied das Landgericht Essen.
4.0 / 5 (1 Bewertungen)
Familienrecht , 13.06.2017
Wann müssen Eltern nicht mehr für die Finanzierung der Berufsausbildung ihrer Kinder aufkommen? Mit dieser Frage beschäftigte sich jüngst der Bundesgerichtshof.
Erbrecht , 23.02.2018
Sohn enterbt – Enkel erhält trotzdem Pflichtteil © topopt
Der Enkel eines enterbten Sohnes muss beim Erbe des Großvaters nicht leer ausgehen. Auch wenn der Großvater seinen Sohn enterbt und sein Vermögen auf andere Erben verteilt hat, steht dem Enkel des Enterbten ein Pflichtteilsanspruch zu. Dies entschied kürzlich das Oberlandesgericht Hamm.
4.5 / 5 (2 Bewertungen)
Suchen in Rechsbeiträgen
Teilnehmer
Fachanwalt Reinhard Lüpke
Fachanwalt für Familienrecht
Oranienburger Straße 86
13437 Berlin
Fachanwältin Claudia Pap
Fachanwältin für Familienrecht
Kaiserallee 15 a
76133 Karlsruhe
Fachanwältin Anja Bothe
Fachanwältin für Familienrecht
Alboinstraße 36-42
12103 Berlin
Fachanwältin Monika Aicher
Fachanwältin für Erbrecht
Fachanwältin für Familienrecht
Bayernstraße 8
83308 Trostberg
Fachanwältin Monika Stürzer
Fachanwältin für Familienrecht
Walter-Kolbenhoff-Straße 5
82110 Germering
Fachanwältin Marion Strater-Neuhaus
Fachanwältin für Familienrecht
Fachanwältin für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Rankestraße 33
10789 Berlin
Fachanwältin Sonja Schlecht
Fachanwältin für Familienrecht
Urbanstr. 94
10976 Berlin (Kreuzberg)
Fachanwältin Christina Friedrich
Fachanwältin für Familienrecht
Schießgraben 9
55232 Alzey
Fachanwältin Cornelia Werner-Schneider
Fachanwältin für Familienrecht
Uhlandstraße 4
65189 Wiesbaden
Fachanwältin Dr. rer. pol. Margarete Thaktsang-Schall
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht
Am Seerhein 8
78467 Konstanz
Fachanwalt Klaus Edelthalhammer
Fachanwalt für Familienrecht
Kaiserstraße 30
90763 Fürth
Fachanwältin Daniela Betz
Fachanwältin für Familienrecht
Olgastraße 72
88045 Friedrichshafen
Fachanwältin Christine Holle
Fachanwältin für Familienrecht
Nürnberger Straße 32
01187 Dresden
Fachanwältin Brigitte Fiedler-Bednarz
Fachanwältin für Familienrecht
Brüsseler Platz 10
50672 Köln
Fachanwältin Karin Tloka
Fachanwältin für Familienrecht
Fachanwältin für Sozialrecht
Hansemannstrasse 15
45879 Gelsenkirchen
Fachanwältin Monika Reichel
Fachanwältin für Familienrecht
Vogelsbergerstr. 1-3
63654 Büdingen

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Datenschutzerklärung