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Sohn enterbt – Enkel erhält trotzdem Pflichtteil

Sohn enterbt – Enkel erhält trotzdem Pflichtteil © fpr - topopt
Der Enkel eines enterbten Sohnes muss beim Erbe des Großvaters nicht leer ausgehen. Auch wenn der Großvater seinen Sohn enterbt und sein Vermögen auf andere Erben verteilt hat, steht dem Enkel des Enterbten ein Pflichtteilsanspruch zu. Dies entschied kürzlich das Oberlandesgericht Hamm.

Ein Erblasser hatte seine zwei Söhne aufgrund von angeblicher Drogensucht und Straftaten testamentarisch enterbt und sein Vermögen seiner Lebensgefährtin und seinem Bruder zugesprochen. Hiergegen klagte der Enkel des Verstorbenen mit der Begründung ihm stehe als allein verbliebenen gesetzlichen Erben die Hälfte des Erbes als Pflichtteil zu.

Pflichtteil wurde Enkel nicht entzogen

Das sah das Oberlandesgericht Hamm (Aktenzeichen 10 U 31/17) genauso. Der Enkel sei als Sohn des Sohnes vom Erblasser pflichtteilsberechtigt. Seine rechtliche Abstammung habe der Enkel anhand der Geburtsurkunde nachweisen können. Ob eine biologische Abstammung vorliege sei aufgrund der rechtlichen Vaterschaft unerheblich. Im Testament habe der Erblasser nur seine Söhne enterbt, nicht aber deren Nachkommen. Im Bezug auf den Enkel seien auch keine Tatsachen ersichtlich, die für einen Entzug des Pflichtteils sprächen. Aus diesem Grund stehe dem Enkel sein gesetzlicher Pflichtteil zu und die im Testament bedachten Erben müssten das Erbe entsprechen mit ihm teilen.

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