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Steuer: Selbst getragene Krankheitskosten sind keine Sonderausgaben!

Ein Steuerzahler, der mit seiner privaten Krankenversicherung hinsichtlich der Kosten einen Selbstbehalt vereinbart hat, kann diese Kosten bei seiner Einkommenssteuererklärung nicht als Sonderausgaben geltend machen, entschied aktuell der Bundesgerichtshof.

Ein privat krankenversicherter Steuerzahler machte die ihm aufgrund einer vereinbarten Selbstbeteiligung tatsächlich angefallenen Krankheitskosten bei seiner Einkommenssteuer als Sonderausgaben geltend. Das Finanzamt winkte ab. Zu Recht, entschied nun der Bundesfinanzhof (Aktenzeichen X R 43/14) in einer aktuellen Entscheidung. Die Selbstbeteiligung sei keine Gegenleistung um den Krankenversicherungsschutz zu erlangen und damit auch kein Beitrag zu Krankenversicherung im Sinne des Steuerrechts. Die tatsächlich angefallenen Krankheitskosten könnten steuerlich allenfalls als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden. Im vorliegenden Fall komme dies aber nicht in Betracht, da die zumutbare Eigenbelastung die Höhe der Einkünfte nicht überschreite.

Redaktion fachanwaltsuche.de

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