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Drohnenverkehr: Neue EU-Regeln ab 2020

Drohnenverkehr: Neue EU-Regeln ab 2020 © CC0 - Daniel Nanescu - splitshire.com
Mehr als eine halbe Million Drohnen sind in Deutschland im Einsatz. Seit April 2017 regelt in Deutschland eine sog. Drohnenverordnung den Umgang mit den unbemannten Flugobjekten und auch die Europäische Union hat Vorschriften für den Drohnenverkehr erlassen. Was vielen Drohen-Besitzern nicht klar ist: Für Drohnen besteht eine Versicherungspflicht.

EU-Regeln zum Drohnenverkehr ab 2020

Die EU-Kommission hat Vorschriften für den sicheren Drohnenverkehr erlassen. Seit 2020 müssen alle Betreiber einer Drohne bei nationalen Behörden registriert sein. Die EU-Mitgliedstaaten haben das Recht sog. Flugverbotszonen für Drohnen einzurichten, etwa bei Flughäfen oder im Zentrum einer Stadt. Mit diesen neuen Regeln möchte die EU im Rahmen der Luftfahrtstrategie die Sicherheit bei Drohneneinsätzen erhöhen.

Was bedeutet die deutsche Kennzeichnungspflicht von Drohnen?

Drohnen müssen in Deutschland nach der Drohnenverordnung mit einer Plakette gekennzeichnet sein, auf der Name und Anschrift des Drohneneigentümers steht. Diese Kennzeichnungspflicht gilt für alle Flugmodelle die mehr als 0,25 kg wiegen.

Was ist mit Kenntnisnachweis gemeint?

Für alle Drohnen die schwerer als 2 kg sind, muss der Halter einen Kenntnisnachweis erbringen, um diese außerhalb von einem Modellfluggelände fliegen zu dürfen. Als Kenntnisnachweis gilt eine Pilotenlizenz, eine Bescheinigung durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle oder eine Bescheinigung von einem Luftsportverein über die Einweisung. Die Bescheinigung gilt für fünf Jahre.

Welche Drohnen dürfen ohne behördliche Erlaubnis geflogen werden?

Alle Drohnen, die weniger als 5 kg wiegen, dürfen in Deutschland ohne Erlaubnis einer Luftfahrtbehörde betrieben werden. Behörden dürfen Drohnen zur eigenen Aufgabenerfüllung immer erlaubnisfrei betreiben.

Für welche Drohnen ist eine behördliche Erlaubnis notwendig?

Der Betrieb von Drohnen, die mehr als 5 kg wiegen, bedarf in Deutschland einer behördlichen Erlaubnis. Ebenso der Betrieb von Drohnen bei Nacht. Zuständige Behörde ist die Landesluftfahrtbehörde.

Für welche Drohnen besteht ein Betriebsverbot?

Für Flugobjekte gilt in Deutschland ein Betriebsverbot außerhalb der Sichtweite für Geräte unter 5 kg, über und in sensiblen Bereichen wie Menschenversammlungen oder Krankenhäusern, über bestimmten Verkehrswegen, im Bereich von Flugplätzen, über Wohngrundstücken (wenn die Drohne in der Lage ist optische oder akustische Signale zu übertragen oder aufzuzeichnen) sowie für alle Drohnen, die schwerer als 25 kg sind.

Wichtig: Versicherungspflicht für Drohnen

Was viele Drohnen-Besitzer nicht wissen: Egal, ob eine Drohne gewerblich oder aus privatem Hobby genutzt wird, Drohnen müssen versichert sein. Kommt es aufgrund eines Drohnenflugs zu einem Unfall, haftet der Besitzer aufgrund der Gefährdungshaftung auch ohne Verschulden in unbegrenzter Höhe. Es gibt Drohnenversicherungen, in vielen Fällen kann die Drohnen beim privaten Gebrauch auch mit in die Hausratversicherung eingeschlossen werden.

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