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Wer zahlt für Schäden nach einem Reifenwechsel?

Wer zahlt für Schäden nach einem Reifenwechsel? © mko - topopt
Bald ist es wieder soweit: Die Sommerreifen werden am Auto mit den Winterreifen getauscht. In den meisten Fällen geschieht dies beim Reifenhändler und hat auch keine weiteren Schäden zur Folge. Manchmal geht es aber auch daneben …

Dies musste ein Autofahrer erfahren, der bei einem Reifenhändler einen Reifenwechsel vollziehen ließ. Der Mann brachte seine Sommerreifen nebeneinander liegend auf der umgeklappten Rückbank seines Autos in die Werkstatt des Reifenhändlers. Der zog die Sommerreifen auf und stellte die Winterreifen nebeneinander in den Kofferraum. Als der Autofahrer zu Hause ankam, öffnete er auf seiner abschüssigen Garageneinfahrt seine Kofferraumklappe per Fernsteuerung und alle vier Reifen rollten aus dem Auto gegen das Garagentor. Dort verursachten die Reifen eine Schaden, den der Autofahrer vom Reifenhändler ersetzt haben wollte, weil dieser die Winterreifen nicht stehend hätte verladen dürfen.

Autofahrer muss Verladung der Reifen prüfen

Der Autofahrer ging leider leer aus. Das Oberlandesgericht Oldenburg (Aktenzeichen 9 U 21/17) lehnte einen Anspruch auf Schadensersatz ab. Mit einem kurzen Blick zurück in den hinteren Wagen hätte der Mann ohne weiteres die stehenden Reifen sehen können. Den Kofferraum einfach ohne sich zu vergewissern, wie die Reifen verladen wurden, zu öffnen, stelle eine große Sorglosigkeit des Mannes dar. Ihn treffe daher ein so großes Mitverschulden an dem Schaden am Garagentor, dass das Verschulden des Reifenhändlers übertreffe.

ruegge

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