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Kopfnoten in sächsischen Schulzeugnissen erlaubt!

Kopfnoten in sächsischen Schulzeugnissen erlaubt! © CC0 - Daniel Nanescu - splitshire.com
Betragen, Fleiß, Mitarbeit und Ordnung werden in sächsischen Schulzeugnissen als Kopfnote bewertet. Dagegen klagte ein Zehntklässler, da er fürchtete mit seinen Kopfnoten keinen Ausbildungsplatz zu erhalten. Das Oberverwaltungsgericht Bautzen entschied jetzt, dass die Vergabe von Kopfnoten in sächsischen Schulzeugnissen zulässig ist.

Zehntklässler klagt gegen schlechte Kopfnote

Ein Zehntklässler einer Oberstufe klagte auf Entfernung einer Kopfnote aus seinem letzten Zeugnis, da er sich mit diesem Schulzeugnis um einen Ausbildungsplatz bewerben wollte. Das Verwaltungsgericht Dresden (Aktenzeichen 5 L 607/18) gab dem Schüler Recht. Kopfnoten stellten nach Ansicht des Gerichts einen Eingriff in die freie Berufswahl eines Schülers dar, denn mit einer schlechten Kopfnote erhalte der Schüler unter Umständen nicht den gewünschten Ausbildungsplatz. Damit greife die Regelung der Kopfnoten in das verfassungsmäßig garantierte Recht auf eine freie Berufswahl nach Art. 12 Abs. 1 Grundgesetz ein.

Kopfnoten im Schulzeugnis sind zulässig!

Dieser Auffassung erteilte das Oberverwaltungsgericht Bautzen (Aktenzeichen 2 B 442/18) vorläufig eine Abfuhr und änderte den anderslautenden Beschluss des VG Dresden, das die Schule anwies die Kopfnote des Zehntklässlers zu entfernen. Kopfnoten, seien für den Berufsweg eines Schülers weniger bedeutend als Leistungsnoten. Aus diesem Grund konnte der Gesetzgeber die Entscheidung über die Aufnahme der Kopfnoten in Schulzeugnissen der Schulverwaltung überlassen. Die grundsätzliche Bedeutung der Kopfnoten im Zeugnis für die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz könne im Übrigen nicht im Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes geklärt werden.

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