Logo Fachanwaltssuche
Von Experten beraten.
Rechtsgebiet z.B. Arbeitsrecht
Ortz.B. Köln, 50968

Arbeit: Mindestkörpergröße für die Einstellung in den Polizeidienst zulässig?

Arbeit: Mindestkörpergröße für die Einstellung in den Polizeidienst zulässig? © mko - topopt
Als Einstellungsvoraussetzung in den Polizeivollzugsdienst gilt in den Bundesländern für Frauen und Männer eine unterschiedliche Mindestkörpergröße. Nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin ist diese Vorgabe an die Polizeibewerber zulässig, das Verwaltungsgericht Düsseldorf lehnte nun die Mindestkörpergrößen-Regelung ab

VG Berlin: Unterschiedliche Mindestkörpergröße von Männern und Frauen ist keine Diskriminierung

In Berlin bewarb sich eine junge Frau um die Einstellung in den gehobenen Dienst der Kriminalpolizei. Da sie nur eine Körpergröße von 1,54 m vorweisen konnte, wurde ihre Bewerbung abgelehnt. In Berlin müssen weibliche Polizisten eine Mindestkörpergröße von 1,60 m und männliche Polizisten von 1,65 m haben. Die Bewerberin fühlte sich durch die unterschiedliche Mindestkörpergröße bei Mann und Frau diskriminiert und im Übrigen für den Polizeidienst gesundheitlich geeignet. Ihre Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin (Aktenzeichen VG 5 K 219.16) scheiterte. Der Dienstherr dürfe die Eignungs- und Leistungskriterien bestimmen, teilten die Verwaltungsrichter der Bewerberin mit. Die festgelegte Mindestkörpergröße bei Frauen sei sachgerecht, denn Polizistinnen benötigten eine gewisse Durchsetzungsfähigkeit im Dienst – insbesondere bei körperlichen Auseinandersetzungen. Wenn sie kleiner als 1,60 m seien, würden sie möglicherweise ais körperlich unterlegen wahrgenommen.

VG Düsseldorf: Mindestkörpergrößenregel ist rechtswidrig!

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf (Aktenzeichen 2 K 7427/17) hält hingegen die Mindestkörpergrößenregelung für die Einstellung in den Polizeidienst in Nordrhein-Westfalen für rechtswidrig. Hiernach müssen Frauen mindestens 163 cm und Männer 168 cm groß sein. Der Zugang zum Beamtenverhältnis dürfe nur nach Eignung, Befähigung und Leistung abhängig gemacht werden – nicht nach dem Körpergrößenkriterium. Ausnahmen von der Bestenauslese dürften nicht in einem ministeriellen Erlass geregelt werden, sondern bedürften einer gesetzlichen Regelung. Schließlich müsse das Prinzip der Bestenauslese mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau in Einklang gebracht werden.

Redaktion fachanwaltsuche.de

War dieser Beitrag für Sie hilfreich?

Eigene Bewertung abgeben:
Bisher abgegebene Bewertungen:
0.0 / 5 (0 Bewertungen)
Das könnte Sie interessieren
Verwaltungsrecht , 25.07.2018 (Update 29.06.2018)
Einstellung in den Polizeidienst – Wer ist geeignet? © topopt
Das Auswahlverfahren für angehende Polizisten ist streng. Da können Brustimplantate, die Körpergröße, eine Jugendstraftat oder Cannabiskonsum ein Grund sein, die Einstellung in den Polizeidienst zu verweigern. Doch zu Recht?
Arbeitsrecht , 16.08.2018 (Update 13.02.2019)
Jobsuche: Tattoos, Piercings und Co ein no-go? © CC0 - Daniel Nanescu - splitshire.com
Bei der Jobsuche schauen die zukünftigen Arbeitgeber in der Regel auch auf das äußere Erscheinungsbild des Bewerbers. Tattoos und Piercings können da schnell zu einer Benachteiligung gegenüber anderen Bewerbern führen. Mit diesem Umstand haben sich auch die deutschen Gerichte befasst.
4.428571428571429 / 5 (7 Bewertungen)
Verkehrsrecht , 03.03.2017 (Update 29.01.2019)
Drogenkonsum und Führerscheinentzug - wichtige Urteile! © CC0 - Daniel Nanescu - splitshire.com
Haschisch, LSD, Heroin oder eine Kräutermischung mit harten Drogen – Werden bei einem Autofahrer im Rahmen eines polizeilichen Drogentests verbotene Wirkstoffe im Blut nachgewiesen, ist der Führerschein schnell weg. Nach einer aktuellen Gerichtsentscheidung wird der Führerschein auch dann entzogen, wenn der Inhaber nach dem Drogenkonsum das Auto extra stehen lässt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt.
Verwaltungsrecht , 26.07.2018 (Update 17.10.2018)
Gründe für den Entzug einer Waffenbesitzkarte © topopt
Jäger, Sportschützen, Schusswaffensammler oder Erben von Waffen benötigen nach dem deutschen Recht eine Waffenbesitzkarte. Diese erlaubt ihnen eine Waffe zu besitzen, nicht aber – wie ein Waffenschein - diese auch mit sich zu führen. Zeigt sich ein Waffenbesitzer im Sinne des Waffenrechts als unzuverlässig, muss er die Waffenbesitzkarte wieder abgeben. Dies kann aus ganz unterschiedlichen Gründen der Fall sein.
4.1875 / 5 (48 Bewertungen)
Arbeitsrecht , 01.07.2016
Eine Erkrankung an einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) muss kein Grund sein, nicht in den Polizeivollzugsdienst eingestellt zu werden. Dies entschied aktuell das Verwaltungsgericht Berlin.
Verkehrsrecht , 12.04.2016
Ein Polizist benötigt für alle beruflichen Tätigkeiten, die er neben seinem Polizeidienst leistet eine Nebentätigkeitsbescheinigung. Arbeitet er ohne eine solche Genehmigung seines Dienstherrn etwa in der Securityfirma seiner Ehefrau, riskiert er den Rausschmiss aus dem Polizeidienst.
3.0 / 5 (1 Bewertungen)
Verwaltungsrecht , 12.09.2018
Polizisten müssen Namensschilder auf Dienstuniform tragen © topopt
Polizisten in Brandenburg müssen auf ihrer Dienstuniform ein Namensschild tragen. Daran ändert auch die Befürchtung verstärkt belästigt zu werden und Nachstellungen ausgesetzt zu sein nichts, entschied aktuell das Überverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg.
Sozialrecht , 24.11.2015
Fast zwei Millionen Menschen tragen in Deutschland ein Hörgerät. Sie sehen sich bei der Auswahl ihres Hörgeräts mit ganz unterschiedlichen Hörgeräten und –technologien in ebenso unterschiedlicher Qualität und Preisen konfrontiert. Die Krankenversicherungen beschränken in der Regel ihre Kostenübernahme für Hörgeräte.
Medizinrecht , 31.10.2016
Ein Tierarzt muss den Eigentümer eines Pferdes umfassend über eine beabsichtigte Kastration und deren Risiken aufklären. Kommt er dieser Pflicht nicht nach kann er sich bei einem tödlichen Ausgang der Operation schadensersatzpflichtig machen.
Rechtsanwalt Frank Remmertz REMMERTZ SON
Rechtsanwälte
Ende vergangenen Jahres sorgte eine Abmahnwelle für negative Schlagzeilen, die unter dem Namen „Redtube“-Abmahnungen bekannt geworden ist. Dabei ging es um die Frage, ob bereits das reine Betrachten von Filmen im Internet ohne Download, das sogenannte Streaming , ohne Zustimmung der jeweiligen Urheber urheberrechtswidrig ist. Unter Streaming bezeichnet man die gleichzeitige Übertragung von Audio- und Videodaten über ein Netzwerk, um sich so z.B. ein Fußballspiel live im Internet anschauen zu können („Livestream“). Die Besonderheit dieser Datenübertragung liegt darin, dass Daten eines Films oder eines Musikstücks auf dem Arbeitsspeicher eines PCs abgelegt und für einen kurzen Zeitraum gespeichert werden, um die Betrachtung eines Films im Internet oder das Hören eines Musikstücks technisch zu ermöglichen.
Verwaltungsrecht , 30.07.2018
Rechtstipps rund um die Schule © topopt
In manchen Bundesländern neigen sich die Sommerferien schon dem Ende entgegen und das neue Schuljahr geht für Schüler, Lehrer und Eltern bald los. Damit stellen sich auch viele rechtliche Fragen: Haben Schüler einen Anspruch auf Aufnahme in eine bestimmte Schule? Ist ein Wechsel von einer Privatschule auf eine städtische Schule möglich? Ist die Geschlechterquote ein zulässiges Aufnahmekriterium für ein Gymnasium?
Suchen in Rechsbeiträgen
Teilnehmer
Fachanwalt Wolfgang Nörr
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Kirchgasse 265
67454 Haßloch
Fachanwalt Ralph Zimmermann
Rechtsanwalt und Notar
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Hinschweg 3
27607 Langen
Fachanwalt Dr. iur. Christian Keller
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht
Immermannstrasse 11
40210 Düsseldorf
Fachanwalt Michael Regal
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Rimbachstraße 19
98527 Suhl
Fachanwältin Annett Seifert
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Erbrecht
Walter-Rathenau-Str. 22
08058 Zwickau
Fachanwalt Dr. Lutz Fischer
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Verdener Straße 9
31582 Nienburg
Fachanwalt Andreas Ronsöhr
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Fachanwalt für Verkehrsrecht
Sedanstraße 19
37154 Northeim
Fachanwalt Boris Faehndrich
Rechtsanwalt und Notar
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht
Bäckerstraße 39
31785 Hameln
Fachanwalt Klaus Uhl
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Ziegelstraße 43
73033 Göppingen
Fachanwältin Ulrike Herling
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Großbeerenstraße 13A
10963 Berlin
Fachanwalt Christoph Lingemann
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Indestraße 89
52249 Eschweiler
Fachanwalt David Frisch
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Weberstraße 21
55130 Mainz
Fachanwalt Heiko Schuster
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Weststraße 60
08523 Plauen
Fachanwalt Daniel Lenkeit
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Galgenwiesenweg 23
55232 Alzey
Fachanwalt Hans-Jörg Hiller
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Hengersberger Straße 23
94469 Deggendorf
Fachanwältin Kathrin Völker
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Am Echazufer 24
72764 Reutlingen

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Datenschutzerklärung