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Bestattungskosten – Wann müssen Erben zahlen?

Bestattungskosten – Wann müssen Erben zahlen? © fpr - topopt
Erben müssen grundsätzlich die Kosten für die Bestattung des Erblassers zahlen. Es gibt allerdings Möglichkeiten, wie Erben um diese Zahlung herumkommen.

Erbschaft ausgeschlagen – keine Kostenpflicht für Bestattung

Wird eine Erbschaft ausgeschlagen, müssen die Erben die Bestattungskosten nicht übernehmen. Gibt es keine anderen Erben, sind die Unterhaltspflichtigen des Verstorbenen zur Zahlung der Bestattungskosten verpflichtet. Dies sind in der Regel der Ehepartner oder die Kinder. Schlagen diese Personen eine Erbschaft aus, kann es passieren, dass sie als Unterhaltspflichtiger trotzdem zur Zahlung der Bestattung herangezogen werden. Gibt es weder Erben noch Unterhaltspflichtige müssen die Bestattungspflichtigen die Bestattungskosten übernehmen. Wer Bestattungspflichtiger ist wird in den Landesbestattungsgesetzen geregelt. Eine Bestattungspflicht für einen Angehörigen besteht auch dann, wenn der Bestattungspflichtige das Erbe ausgeschlagen hat oder den Verstorben gar nicht kannte. Das entschied das Verwaltungsgericht Neustadt (Aktenzeichen 5 K 509/18.NW) im Fall einer Halbschwester, die für die Bestattung ihres unbekannten Halbbruders aufkommen musste.

Kein Geld für Bestattung- Sozialamt zahlt!

Ist jemand zur Übernahme der Bestattung verpflichtet und besitzt er dafür nicht die notwendigen finanziellen Mittel, gibt es noch die sog. Sozialbestattung. In diesem Fall zahlt das Sozialamt die Bestattungskosten. Notwendig ist ein entsprechender Nachweis gegenüber dem Sozialamt. Erstattungsfähig sind dabei die Kosten einer ortsüblichen, würdigen Bestattung. Kosten, die zwar im Zusammenhang mit dem Todesfall entstehen, aber nicht auf die Bestattung ausgerichtet sind, muss das Sozialamt nicht übernehmen, so das Landessozialgericht Stuttgart (Aktenzeichen L 2 SO 2529/18).

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