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Fußballrowdys müssen Kosten für Ingewahrsamnahme tragen

Fußballrowdys müssen Kosten für Ingewahrsamnahme tragen © CC0 - Daniel Nanescu - splitshire.com
Gewaltbereite Fußballfans müssen für die Transportkosten und die Kosten für die Ingewahrsamnahme in einer Polizei-Zelle aufkommen, entschied jüngst das Verwaltungsgericht Hannover.

Zwei Männer und eine Frau waren von der Polizei an einem Ort aufgegriffen worden, an dem gewaltbereite Fußballfans von Hannover 96 und Eintracht Braunschweig im Vorfeld zu einem Fußballspiel zu einer Massenschlägerei verabredet waren. Die Polizei nahm die drei Personen daher bis zum Ende des Fußballspiels in Einzelhaftzellen in Polizeigewahrsam. Für den Transport und die Unterbringung verlangte die Polizei jeweils insgesamt 95 Euro von den drei Ingewahrsamgenommenen. Hier gegen klagten die Fußballfans.

Einzelhaft verstößt nicht gegen die Menschenwürde

Ohne Erfolg, entschied das Verwaltungsgericht Hannover (Aktenzeichen 10 A 1489/17 u. a.). Mit den Ingewahrsamnahmen der gewaltbereiten Fußballfans seien weitere Straftaten verhindert worden. Die drei Personen wurden von der Polizei richtigerweise mit hoher Wahrscheinlichkeit als Hooligans eingeschätzt, so das Gericht. In der Vergangenheit sei diese Gruppe im Umfeld von Fußballveranstaltungen für Körperverletzungsdelikte verantwortlich gewesen. Man habe die Drei zwei Tage Ingewahrsam nehmen müssen, um zu verhindern, dass sie sich im Umfeld des Fußballspiels an Auseinandersetzungen beteiligten. Die Unterbringung in einer Einzelhaftzelle im Polizeipräsidium sei auch nicht menschenrechtsverletztend. Die Zellen seien in Größe und Ausstattung zulässig, so die Hannoveraner Richter.

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