Logo Fachanwaltssuche
Von Experten beraten.
Rechtsgebiet z.B. Arbeitsrecht
Ortz.B. Köln, 50968

Rechtliches rund um den Wein

Die Weinlese ist im vollen Gange. Für den Winzer gibt es beim Anbau, der Herstellung und beim Verkauf von Wein auch einige gesetzliche Regeln zu beachten, etwa bei der Bezeichnung der Weine oder den Hinweispflichten beim Verkauf.

Die Weinlese ist im vollen Gange. Für den Winzer gibt es beim Anbau, der Herstellung und beim Verkauf von Wein auch einige gesetzliche Regeln zu beachten, etwa bei der Bezeichnung der Weine oder den Hinweispflichten beim Verkauf.

Deutscher Wein darf als „Superior“ etikettiert werden

Ein deutscher Wein darf auf seinem ansonsten deutschsprachigen Etikett durchaus als „Superior“ bezeichnet werden. So lautet eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz (Aktenzeichen 8 A 10345/15.OVG) im Fall eines Winzers, dessen Wein ebenso etikettiert war. Die Verwaltung untersagte dem Winzer dies Bezeichnung „Superior“ weil dies ein geschützter Begriff sei, der lediglich für Weine aus Spanien und Portugal verwendet werden dürfte. Der Winzer klagte und erhielt vom Obererwaltungsgericht Rheinland-Pfalz Recht. Das Gericht sah in der Verwendung der Bezeichnung „Superior“ keinen Verstoß gegen europäisches Weinrecht. Der Begriff sei nur bei spanischen oder portugiesischen Weinen geschützt. Der Winzer verwendete im zu entscheidenden Fall diesen Begriff aber auf einem ansonsten deutschsprachigen Etikett für einen deutschen Wein. Dies sei weder irreführend noch eine falsche Angabe, schließlich werde beim Verbraucher nicht die Vorstellung hervorgerufen, es handele sich um einen Wein gleichbedeutend mit einem spanischen oder portugiesischen „Superior“-Weine.

Wein darf als „Angel´s Reserve“ auf englischem Etikett bezeichnet werden

Das Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz (Aktenzeichen 8 A 10799/15.OVG) hält auch die Etikettierung mit „ANGEL’S RESERVE“ auf einem englischsprachigen Etikett für rechtmäßig. Hiermit sei nicht der für Österreich geschützte Begriff „Reserve“ gemeint.

Wein darf nicht als „bekömmlicher Wein“ bezeichnet werden

Mit dem Begriff „bekömmlicher“ Wein darf weder geworben werden, noch darf der Begriff auf einem Etikett stehen. Dies geht aus einem Urteil des Verwaltungsgerichts Trier (Aktenzeichen 5 K 43/09.TR) hervor. Im Zugrundeliegenden Fall wollte eine Winzergenossenschaft bestimmte Weine, die von ihr vertrieben wurden, mit der Aufschrift „herkömmlicher Wein“ etikettieren und bewerben. Dies lehnt das Gericht mit der Begründung ab, dass der Begriff „bekömmlich“ eine gesundheitsbezogene Angabe im Sinne des Eu-Rechts sei. Damit assoziiere der Verbraucher ein gut verträgliches und gesundes Getränk. Die Verwendung des Begriffs „bekömmlich“ solle dem Verbraucher den Eindruck vermitteln, dass der Wein wenig Säure habe und daher gut zu vertragen sei.

Winzer müssen beim Verkauf auf Sulfite im Wein hinweisen

Das Landgericht Trier (Aktenzeichen 7 HK O 41/15) hat entschieden, dass ein Winzer, der seine Weine online vertreibt, die Pflicht hat auf im Wein enthaltene Sulfite hinzuweisen. Diese Pflicht ergibt sich aus der Lebensmittelinfo-Verordnung, wonach bei Lebensmitteln bei einer bestimmten Konzentration auf Sulfite und Schwefelstoffe hingewiesen werden muss.

Redaktion fachanwaltsuche.de

War dieser Beitrag für Sie hilfreich?

Eigene Bewertung abgeben:
Bisher abgegebene Bewertungen:
4.1 / 5 (10 Bewertungen)
Das könnte Sie interessieren
Ein Privatunternehmen darf den Begriff „Polizei“ nicht auf seiner Internetdomain gebrauchen, da er unter Namensschutz steht. Dies entschied das Oberlandesgericht Hamm.
4.166666666666667 / 5 (12 Bewertungen)
Rechtsanwalt Johannes Jeep FPS Rechtsanwälte & Notare, Fritze Wicke Seelig
Bei Mängeln an einer hochwertigen Küche (80.000,00 €) kann der Rücktritt vorgenommen werden, wenn unter erleichterten Bedingungen eine angemessene Frist zur Nachbesserung gesetzt wurde. Dieses ist bei einem sofortigen, unverzüglichen Leistungsverlangen der Fall. Höflichkeitsfloskeln stehen dem nicht entgegen. Mündliche Aufforderungen können ausreichen.
4.085714285714285 / 5 (35 Bewertungen)
Wissen Aktuell , 11.05.2015 (Update 31.03.2022)
Beim Kauf eines Autos vom Gebrauchtwagenhändler gibt es Einiges worauf der Autokäufer beim Abschluss eines Vertrags achten sollte! Verkürzte Verjährungsfristen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder Angaben zur Beschaffenheit des Fahrzeugs können im Schadensfall bei der Durchsetzung von Ansprüchen entscheidend sein.
4.352941176470588 / 5 (17 Bewertungen)
Wird ein Verkäufer im Rahmen einer Ebay Transaktion vom Käufer falsch bewertet, so hat er einen Anspruch auf Löschung dieser Bewertung. Der Löschungsanspruch ergibt sich laut Amtsgericht München aus der Pflichtverletzung im Rahmen des Kaufvertrages.
3.6363636363636362 / 5 (11 Bewertungen)
Rechtsanwalt Siegfried Reulein KSR Rechtsanwaltskanzlei
In Deutschland herrscht seit Jahren ein Immobilienboom. Viele Anleger flüchten aus herkömmlichen Geldanlagen aufgrund unattraktiver Verzinsung oder scheuen Risiken, welche sich bei Investitionen am Aktienmarkt ergeben können. Sie investieren vermehrt in das vermeintlich sichere „Betongold“.
4.181818181818182 / 5 (11 Bewertungen)
Wissen Aktuell , 08.12.2017 (Update 08.12.2017)
Kommt eine gekaufte Ware beim Käufer nicht an oder entspricht sie nicht der Beschreibung des Artikels können Paypal-Kunden ihren Käuferschutz in Anspruch nehmen. Das heißt, Paypal bucht den gezahlten Kaufpreis auf das Käuferkonto zurück. Der Bundesgerichtshof hat jetzt entschieden, dass Verkäufer in diesem Fall den Kaufpreis erneut vom Käufer einfordern können.
3.909090909090909 / 5 (11 Bewertungen)
Suchen in Rechsbeiträgen
Teilnehmer
Fachanwalt Roman Paulus
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Handels-und Gesellschaftsrecht
Karlstraße 31-33
89073 Ulm
Fachanwalt Adrian Weyde
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Gotthilf-Bayh-Strasse 1
70736 Fellbach
Fachanwalt Gunnar Becker
Fachanwalt für Medizinrecht
Fachanwalt für Versicherungsrecht
Eppendorfer Weg 56
20259 Hamburg
Fachanwalt Dr. Christian Freitag
Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht
Fachanwalt für Verkehrsrecht
Marktplatz 12
71634 Ludwigsburg
Fachanwalt Martin Angermayr
Fachanwalt für Familienrecht
Fachanwalt für Strafrecht
Josef Straße 74
86633 Neuburg a.d.Donau
Fachanwalt Gerrit Paul Kranich
Fachanwalt für Medizinrecht
Engelplatz 8
07743 Jena
Fachanwalt Ralph Zimmermann
Rechtsanwalt und Notar
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Hinschweg 3
27607 Langen
Fachanwalt Axel Scherzer
Fachanwalt für Familienrecht
Bahnhofstraße 1
94078 Freyung
Fachanwalt Dr. Karl-Josef Ulmen
Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht
Fachanwalt für Verwaltungsrecht
Schloßplatz 4
54516 Wittlich
Fachanwalt Dr. Christian Keller
Fachanwalt für Erbrecht
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht
Notar
Immermannstrasse 11
40210 Düsseldorf
Fachanwalt Michael Regal
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Rimbachstraße 19
98527 Suhl
Fachanwalt Dr. Marc Herzog
Fachanwalt für Strafrecht
Fachanwalt für Verkehrsrecht
Fachanwalt für Versicherungsrecht
An der Burgermühle 4
83022 Rosenheim
Fachanwältin Annett Seifert
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Erbrecht
Dr.-Friedrichs-Ring 10
08056 Zwickau
Fachanwalt Stefan Förster
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Fachanwalt für Handelsrecht und Gesellschaftrecht
Warnowufer 59
18057 Rostock
Fachanwalt Markus Höss
Fachanwalt für Verkehrsrecht
Neue Weinsteige 2
70180 Stuttgart
Fachanwältin Verena Graf-van Geldern
Fachanwältin für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Bottroper Straße 175
46117 Oberhausen
Datenschutzeinstellungen
fachanwaltsuche.de verwendet Cookies, um die Funktionsfähigkeit unserer Website zu gewährleisten. Außerdem setzen wir zur Weiterentwicklung unserer Website im Sinne der Nutzer zusätzliche Cookies ein. Mit dem Klick auf den Button „Cookies zulassen“ stimmen Sie der Verwendung der von uns für die genannten Zwecke eingesetzten Cookies zu. Über den Button „Einstellungen verwalten“ können Sie sich über die eingesetzten Cookies informieren und den Umfang Ihrer Einwilligung konfigurieren.