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Anzahlung bei Pauschalreisen – Welche Höhe ist zulässig?

Anzahlung bei Pauschalreisen – Welche Höhe ist zulässig? © mko - topopt
Wer eine Pauschalreise bucht, muss bereits beim Abschluss des Reisevertrags eine Anzahlung des Reisespreises leisten. Der Bundesgerichtshof hat aktuell entschieden, das eine Anzahlung von 40 Prozent des Reisepreises unzulässig ist.

Im zugrundeliegenden Fall hatte der Reiseveranstalter TUI Deutschland in seinen Reisebedingungen geregelt, dass unmittelbar nach dem Abschluss bestimmter Pauschalreisen eine Anzahlung von 40 Prozent des Reisepreises vom Kunden erfolgen muss. Dagegen wehrten sich Verbraucherverbände und der Bundesverband der Verbraucherzentralen. Sie trugen vor, dass sich Kunden durch diese Regelung unangemessen benachteiligt fühlten. Der Reiseveranstalter begründete die hohe Anzahlung unter anderem mit Provisionszahlungen, die er an Reisebüros leisten müsse und touristische Vorleistungen gegenüber Hotelbetreibern. Dem folgte der Bundesgerichtshof (Aktenzeichen X ZR 71/16) nicht. Die Provisionszahlungen an die Reisebüros seien Aufwendungen des Reiseveranstalters, die er für die Beratung und Planung der gebuchten Reise erbringen müsse. Hinsichtlich der Vorleistungen gegenüber den Hotelbetreibern müsse das Berufungsgericht noch feststellen, ob sich bei den bestimmten Pauschalreisen Unterschiede zu anderen Reisen ergeben.

Redaktion fachanwaltsuche.de

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