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Instagram: Werbung durch „Tags“ muss gekennzeichnet sein

Instagram: Werbung durch „Tags“ muss gekennzeichnet sein © CC0 - Daniel Nanescu - splitshire.com
Eine Influencerin muss ihre auf Instagram platzierte Werbung durch sog. Tags auf Fotos auch als Werbung kennzeichnen, entschied kürzlich das Landesgericht Karlsruhe.

Die Influencerin postete auf Instagram Fotos von ihr selbst auf den sog. Tags mit den Marken der Kleidung oder Accessoires erschienen, sobald man auf das Foto klickte. Klickte man die Tags an, wurde man auf den Account des Herstellers geleitet. Diese Posts waren nicht als Werbung gekennzeichnet. Für das Landgericht Karlsruhe (Aktenzeichen 13 O 38/18 KfH) handelte es sich hier um Werbung, die auch so gekennzeichnet sein muss. Das Wettbewerbsrecht verbiete geschäftliche Handlungen, die einen kommerziellen Zweck verfolgten, der sich aber für Verbraucher nicht klar erschließe, ihn aber zu einer Geschäftsentscheidung veranlassten, die er anderenfalls nicht getroffen hätte. Hier erweckten die Tags der Influencerin das Interesse ihrer Follower an ihrer Kleidung. Indem diese auf den Account der Kleidungshersteller geleitet würden, fördere sie deren Image und Absatz. Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass die Influencerin nicht für alle Post bezahlt würde. Influencer-Werbung sei immer auch dadurch gekennzeichnet, dass das eigene Image des Influencers gefördert werde. Die scheinbare Privatheit und Glaubwürdigkeit des Influencers mache ihn zu einem interessanten Werbeträger für Unternehmen. Auch weil nicht alle Follower über das geschäftliche Interesse des Influencers Bescheid wissen, sei eine Kennzeichnung der Werbung notwendig.

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