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Besichtigungsrecht des Vermieters beim Austritt von Gestank aus Mietwohnung!

Grundsätzlich steht einem Vermieter alle fünf Jahre ein Besichtigungsrecht für seine vermietete Wohnung zu. Er darf die Wohnung aber auch besichtigen, wenn er ernsthafte Anhaltspunkte dafür hat, dass ein Schadenseintritt droht. Dies ist etwa der Fall, wenn unangenehmer Gestank aus der Wohnung austritt.

Dies entschied jüngst das Amtsgericht München (Aktenzeichen 461 C 19626/15) im Fall einer Mietwohnung aus der mehr als zwei Wochen lang unangenehmer Gestank, etwa nach Schimmel oder Verwesung, aus der Wohnung drang. Aus diesem Grund wollte die Vermieterin die Wohnung besichtigen. Der Mieter stritt den Gestank ab und lehnte eine Besichtigung durch die Vermieterin ab.

Besichtigungsrecht bei Gefahr um Mietsubstanz

Das Amtsgericht München verurteilte auf die Klage der Vermieterin hin, den Mieter eine Besichtigung mit einer Vorankündigung von fünf Tagen zu dulden. Das Gericht sprach der Vermieterin dieses Besichtigungsrecht zu, da diese ernsthafte Gründe hatte sich um ihre Mietwohnung zu sorgen. Schimmel oder Fäulnis seien geeignet die Substanz der Mietwohnung zu gefährden.

Besichtigungsrecht grundsätzlich nach einem Zeitraum von fünf Jahren

Der Vermieterin steht im vorliegenden Fall das Besichtigungsrecht aber auch aus einem anderen Grund zu: Seit der letzten Wohnungsbesichtigung sind mehr als fünf Jahre vergangen. Ein Vermieter muss insbesondere bei Langzeit-Mietverhältnissen alle paar Jahre die Möglichkeit haben sich vom Zustand der Mietsache zu überzeugen, so die Münchner Richter.

Redaktion fachanwaltsuche.de

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